Stoke Mandeville in Großbritannien
Fackel für Paralympische Winterspiele entzündet - am Ort der ersten Wettkämpfe für Menschen im Rollstuhl

Zehn Tage vor der Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele ist die paralympische Fackel entzündet worden. Der Ort war symbolisch: Im britischen Stoke Mandeville war der Ursprung der Spiele für Menschen mit Behinderung.

    Eine Frau und ein Mann halten eine Fackel in ein Feuer.
    Para-Skifahrerin Millie Knight (links) und Eishockey-Spieler Andrea Macri haben die paralympische Fackel entzündet. (picture alliance / empics / Jonathan Brady)
    Die viermalige Paralympics-Medaillengewinnerin Millie Knight entzündete die Flamme am Vormittag. An der Zeremonie nahm auch der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees, Andrew Parsons, teil.

    Spezielle Laterne für Transport

    Das Feuer wird nun vom italienischen Para-Eishockeyspieler Andrea Macri im Flugzeug nach Italien transportiert. Für den Transport wird eine spezielle Hightech-Sicherheitslaterne verwendet - ähnlich einer Grubenlampe, damit die Flamme nicht versehentlich erlischt.
    Der offizielle Fackellauf beginnt am Mittwoch auf italienischem Boden. 501 Menschen werden das Feuer über eine Strecke von 2.000 Kilometern durch das Land tragen. Dazu gibt es in einer Reihe von Städten Flammenfest, so etwa in Mailand, Turin, Bozen, Trient und Triest. Die Fackel macht aber auch Station in Rom und Neapel. Die eigentlichen Paralympics finden vom 6. bis zum 15. März statt.

    Wettkampf für Menschen im Rollstuhl

    Im britischen Stoke Mandeville fanden 1948, am Tag der Eröffnung der Olympischen Spiele, Sportwettkämpfe für Menschen im Rollstuhl statt. Sie hießen "Stoke Mandeville Games". Dabei machten kriegsversehrte Männer und Frauen mit, die im Krankenhaus der Stadt behandelt worden waren. Die ersten paralympischen Winterspiele waren dann im schwedischen Örnsköldsvik im Jahr 1976.
    Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.