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Jahreswechsel
Faeser verspricht "hartes Durchgreifen" der Polizei an Silvester

Bundesinnenministerin Faeser hat angesichts der Sorge vor Krawallen ein "hartes Durchgreifen" in der Silvesternacht angekündigt.

    Ein unscharfes Bild eines Blaulichts aus dem Dach eines Polizeifahrzeugs in der Nacht.
    Tausende Polizisten sollen zum Jahreswechsel in Berlin und Paris für Sicherheit sorgen. (imago images/Sabine Gudath)
    Die Sicherheitsbehörden seien äußerst wachsam und hätten die Lage genau im Blick, sagte die SPD-Politikerin dem "Tagesspiegel". Niemand wolle sinnlose Gewalt erleben. Der Berliner Polizei versprach Faeser die Unterstützung des Bundes.

    4.000 Polizisten in Berlin

    In der Hauptstadt bereitet sich die Polizei auf einen Großeinsatz zum Jahreswechsel vor. Polizeipräsidentin Slowik kündigte an, dass dort rund 4.000 Einsatzkräfte zusammengezogen würden, um Gewalttaten zu verhindern. Es gebe veränderte Rahmenbedingungen durch den Krieg im Nahen Osten. In Köln verstärkt die Polizei wegen der erhöhten Anschlagsgefahr ihre Präsenz rund um den Dom. Die Kathedrale wird weiterhin nur für Gottesdienste geöffnet und darf sonst nicht betreten werden. Die Einsatzkräfte werden nach Angaben der Kölner Polizei im Stadtgebiet gegebenenfalls mit Maschinenpistolen patrouillieren.

    Sorge auch in Frankreich

    Auch in Frankreich werden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Mehr als 90.000 Polizisten würden landesweit mobilisiert, sagte die Direktorin des Inlandsgeheimdienstes, Berthon, auf einer Pressekonferenz in Paris. Zu den Feiern auf den Champs-Élysées werden am Silvesterabend mehr als 1,5 Millionen Menschen erwartet. Innenminister Darmanin sprach von einer sehr großen terroristischen Gefahr, unter anderem wegen des Kriegs im Nahen Osten.
    Diese Nachricht wurde am 30.12.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.