Waffenrecht
Bayerns Innenminister Herrmann: Faesers Maßnahmen gegen Messerangriffe sind nur "Symbolpolitik"

Der bayerische Innenminister Herrmann hält die von Bundesinnenministerin Faeser angekündigten Maßnahmen gegen Messerangriffe für wirkungslos.

    München: Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern, gibt ein Statement vor der Presse ab.
    Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern (Matthias Balk / dpa / Matthias Balk)
    Die Verschärfung des Waffenrechts sei Symbolpolitik, sagte der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur". Ohne konsequente Kontrolle böten weitere Verbote nur Scheinsicherheit, kritisierte Herrmann. Er regte an, der Polizei mehr Befugnisse zu geben und Wiederholungs- und Intensivtäter stärker in den Blick zu nehmen.
    Faeser hatte in der Zeitung "Bild am Sonntag" angekündigt, den Umgang mit Messern weiter zu verschärfen. Die SPD-Politikerin rief die Kommunen auf, die Verbote besser umzusetzen. Laut Polizeistatistik wurden 2023 fast 9.000 Fälle von gefährlicher und schwerer Körperverletzung bekannt, bei denen Messer zum Einsatz kamen. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Anstieg von knapp sechs Prozent.
    Diese Nachricht wurde am 11.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.