Fußball–WM
Fall Balogun: Mehr als 70 EU-Abgeordnete fordern Untersuchung gegen Infantino

Die Aufhebung der Sperre des US-Nationalspielers Folarin Balogun bei der Fußball-WM sorgt weiter für Diskussionen. Zahlreiche Abgeordnete des Europäischen Parlaments fordern in einem Brief eine Untersuchung gegen FIFA-Präsident Infantino.

    Beine von Fußballspielern während eines Zweikampfs, ein Spieler tritt dem anderen auf das Fußgelenk.
    Für dieses Foul wurde Folarin Balogun mir einer roten Karte bestraft, die die FIFA wieder zurücknahm (imago / ZUMA Press Wire / Kai River Kanzer)
    Dabei soll geklärt werden, ob Infantino an der Entscheidung beteiligt war - und ob Druck der US-Regierung dabei eine Rolle gespielt hat. US-Präsident Trump hatte zugegeben, Infantino angerufen und gebeten zu haben, die Rote Karte gegen Balogun zu prüfen. Infantino hatte danach gesagt, das FIFA-Disziplinargericht habe entschieden und es sei unabhängig. 72 Abgeordnete haben den Brief unterzeichnet, auch ein Dutzend aus Deutschland.
    Außerdem wird sich die Ethikkommission des Interrnnationalen Olympischen Komitees mit dem Fall befassen. FairSquare, eine NGO für Sport und Menschenrechte mit Sitz in London, hat eine Beschwerde gegen Infantino beim IOC eingereicht - wegen eines möglichen Verstoßes gegen die politische Neutralität.
    Diese Nachricht wurde am 09.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.