Sexualisierte Gewalt
Familienministerin Prien verspricht für Januar Lösungsvorschlag für Missbrauchsfonds

Bundesfamilienministerin Prien will sich nach eigener Aussage dafür einsetzen, den sogenannten Fonds Sexueller Missbrauch rechtssicher fortzuführen.

    Karin Prien (CDU), Bundesfamilienministerin, spricht während einer Pressekonferenz und gestikuliert mit beiden Händen.
    Bundesfamilienministerin Prien (Daniel Bockwoldt / dpa / Daniel Bockwoldt)
    Durch den Fonds sollen Betroffene möglichst unbürokratisch Hilfen erhalten, die über das reguläre Sozialsystem kaum zu bekommen sind. Prien sagte in Berlin, sie werde im Januar einen Vorschlag für die rechtssichere Gestaltung vorlegen, rechne aber mit schwierigen Gesprächen innerhalb der Koalition. Auch die Unabhängige Missbrauchsbeauftragte Claus äußerte die Sorge, dass die Fortführung scheitern könnte.
    Der Fonds war 2013 eingerichtet worden. Wegen rechtlicher Bedenken des Bundesrechnungshofs wurden die Auszahlungen allerdings gestoppt. Im Haushaltsentwurf für 2026 sind keine Mittel für die Weiterführung eingeplant. In einem Offenen Brief kritisierten Betroffenenverbände, Kirchen und weitere Organisationen das mögliche Ende der zusätzlichen Hilfen.
    Diese Nachricht wurde am 18.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.