Gesetzentwurf
Familienministerin Prien verteidigt geplante Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss

Bundesfamilienministerin Prien hat die Pläne zur Kürzung beim staatlichen Unterhaltsvorschuss verteidigt.

    Karin Prien, Bundesbildungsministerin, steht vor einer blauen Wand mit CDU-Logo und spricht.
    Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) (IMAGO / pictureteam / IMAGO / Matthias Gränzdörfer)
    Anders als in anderen europäischen Ländern gebe es nur in Deutschland ein Anrecht auf Unterhaltsvorschuss. Dies bedeute eine weitgehende Schonung vor allem für säumige Väter, erklärte die CDU-Politikerin im NDR. Laut Beschluss von Bundesregierung und Bundesländern müsse das geändert werden. Priens Plan, den Vorschuss für Kinder von Alleinerziehenden künftig nur noch bis zum 16. statt bis zum 18. Geburtstag zu zahlen, stößt nicht nur beim Koalitionspartner SPD auf Ablehnung. Die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Hannack, forderte die Bundesregierung auf, Familien nicht weiter zu belasten. Auch der Kinderschutzbund warnte vor den negativen Folgen der Pläne für die betroffenen Familien. Bundesgeschäftsführer Grein meinte, er bezweifle, dass es Alleinerziehenden gelinge, säumige Ex-Partner zur Zahlung zu verpflichten, wenn das schon der Staat nicht schaffe.
    Der Vorschuss wird vom Staat ausgelegt, wenn Partner nach einer Trennung keinen Unterhalt zahlen. Zuletzt waren das jährlich 3,2 Milliarden Euro.
    Diese Nachricht wurde am 15.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.