2. Fußball-Bundesliga
Fan-Krawalle überschatten Dresden-Spiel - Polizei leitet Ermittlungsverfahren ein

Das Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC ist wegen Fan-Krawallen auf dem Feld zwischenzeitlich unterbrochen worden. In der 19. Spielminute machten sich zahlreiche vermummte Dynamo-Anhänger auf den Weg zum Gästeblock, es kam zu Auseinandersetzungen, wobei Pyrotechnik und Raketen wurden hin- und hergeschossen wurden.

    2. Bundesliga, Dynamo Dresden - Hertha BSC: Polizisten stehen während einer Spielunterbrechung im Stadion auf dem Spielfeld vor dem K-Block mit den Fans von Dynamo Dresden.
    2. Bundesliga, Dynamo Dresden - Hertha BSC: Polizisten stehen während einer Spielunterbrechung im Stadion auf dem Spielfeld vor dem K-Block mit den Fans von Dynamo Dresden. (picture alliance / dpa / Sebastian Kahnert)
    Die Mannschaften verließen währenddessen das Feld, das Spiel wurde beim Stand von 0:0 unterbrochen. Die Polizei bildete eine Kette vor dem Heimblock. Der gesperrte Kapitän Stefan Kutschke machte sich auf den Weg zum Block, um schlichtende Worte an den Anhang zu richten, musste aber unverrichteter Dinge wieder umdrehen. Erst nach rund 20-minütiger Unterbrechung pfiff Schiedsrichter Sven Jablonski die Partie wieder an. 
    Das Spiel endete schließlich mit 1:0 für die lange Zeit in Unterzahl spielende Hertha - die Aufholjagd im Aufstiegsrennen geht damit weiter. Für Herthas Trainer Stefan Leitl rückte der Sieg angesichts der Krawalle in den Hintergrund gerückt. "Für Fußball-Deutschland ist es schon sehr enttäuschend, was heute Abend hier leider in Dresden passiert ist", sagte Leitl. Es gehe um Sport, alles andere habe nichts auf dem Spielfeld verloren.
    Nach dem Eklat leitete die Dresdner Polizei mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren ein. Dabei gehe es um Straftaten wie Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung, teilte die Polizeidirektion Dresden mit.
    Der Deutsche Fußballbund kündigte an, der Kontrolausschuss werde gegen beide Vereine Ermittlungsverfahren einleiten. Beide Seiten würden in einem ersten Schritt zu Stellungnahmen aufgefordert.
    Diese Nachricht wurde am 05.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.