Sonntag, 14. August 2022

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Fan-Sicht
Sorge vor schärferen Sicherheitsmaßnahmen im "Panikmodus"

Mit welchen Gefühlen gehen Fußballfans an diesem Wochenende ins Stadion? Fanvertreterin Daniela Wurbs glaubt, mit guten. Denn in Paris sei mit den aktuellen Sicherheitsvorkehrungen der sicherste Ort das Fußballstadion gewesen.

Daniela Wurbs im Gespräch mit Matthias Friebe | 21.11.2015

    Blick in die Allianz-Arena in München beim Spiel FC Bayern gegen TSG Hoffenheim am 29.03.2014.
    Die Atmosphäre im Stadion zieht auch viele Zuschauer an, die nicht unbedingt eingefleischte Fußballfans sind. (picture alliance / dpa/ Thomas Eisenhuth)
    Daniela Wurbs ist Geschäftsführerin der Football Supporters Europe - einem Netzwerk von Fußballfans aus mehreren europäischen Ländern. Sie hat nach den Anschlägen von Paris und der Länderspielabsage in Hannover weniger Sorge um ihre Sicherheit im Stadion.
    Stattdessen fürchtet sie Entscheidungen im "Panikmodus". Wurbs fürchtet, dass die Sicherheitsmaßnahmen bei Fußballspielen als emotionale Entscheidung verschärft werden. Dabei habe es ja keinen Anschlag im Stadion gegeben, die Sicherheitsmaßnahmen hätten also gegriffen.
    Themen Pyrotechnik und Terrorismus nicht vermischen
    Generell sieht Wurbs die Situation vor dem Stadion oftmals als gefährlicher, als innerhalb. Körperscanner hält sie für nicht sinnvoll. Vor allem, weil sie "Fans unter Generalverdacht" stellten.
    Auch zum Thema Pyrotechnik im Stadion äußerte sich Wurbs. Böller bei Fußball-Spielen seien sicher aktuell "nicht die cleverste Idee". Dennoch warnt sie davor, die Themen Terrorismus und Pyrotechnik zu vermischen.
    Das vollständige Gespräch können Sie mindestens sechs Monate lang als Audio-on-Demand nachhören.