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Farbiger Sand auf dem Mond

Jack Schmitt bewegte sich am äußeren Rand eines Mondkraters, als ihm etwas Eigenartiges auffiel. Es war kein kleines grünes Männchen - aber es war etwas, das Schmitt und sein Apollo 17 Kollege Gene Cernan ebenso aufregend fanden: ein Fleck von orangefarbenem Sand.

Von Damond Benningfield |
    Schmitt: " Oh, Hey! Da ist orangefarbener Sand! Cernan: Rühr ihn nicht an, bis ich ihn gesehen habe. Schmitt: Ich habe ihn mit den Füßen etwas aufgewühlt. Cernan: Hey, es stimmt! Ich kann ihn von hier aus sehen. Schmitt: Das ist fantastisch, Sportsfreunde. "

    Schmitt und Cernan waren Astronauten der letzten Apollo-Mission - in dieser Woche vor 35 Jahren. Der farbige Sand war der einzige Farbfleck in der sonst grauen Mondlandschaft. Für Aufregung sorgte der Sand nicht nur, weil man so etwas auf den anderen Apollo-Missionen nicht gesehen hatte. Schmitt war auch der einzige Geologe, der je zum Mond gereist ist. Die Farbe verriet ihm, dass dieser Sand auf andere Weise entstanden sein musste als die restliche Landschaft.

    Zurück auf der Erde fanden Forscher heraus, dass der orangefarbene Sand aus winzigen Glasperlen besteht. Sie entstanden vor etwa 3,7 Milliarden Jahren in der Schmelze vulkanischen Gesteins. Danach wurden sie verschüttet, bis in neuerer Zeit ein kosmischer Stein auf dem Mond einschlug und den Krater Shorty bildete. Durch den Einschlag kam ein Teil der vulkanischen Glasperlen an die Oberfläche.

    Diese kleinen orangefarbenen Glasperlen zeigten den Forschern: der Mond war noch mehrere hundert Millionen Jahre nach seiner Entstehung eine aktive Welt. Vulkane und Seen aus geschmolzener Lava setzten damals Akzente in die graue Mondwelt.