Selbstkontrolle
Fast 30.000 Beschwerden über Online-Inhalte

Bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter sind im vergangenen Jahr fast 30.000 Beschwerden über illegale oder jugendgefährdende Online-Inhalte eingegangen. Das ist die zweithöchste Anzahl an Beschwerden seit Gründung des Vereins im Jahr 1997, wie die FSM-Beschwerdestelle mitteilte.

    Ein Junge sitzt in einem dunklen Raum, sein Gesicht wird von einem Smartphone beleuchtet.
    Die Zahl der Meldungen von jugendgefährdenden Online-Inhalten ist beunruhigend hoch. (picture alliance / photothek.de / Thomas Trutschel)
    Die Beschwerdestelle nimmt Hinweise auf jugendgefährdende Online-Inhalte entgegen. Sie soll Kinder und Jugendliche vor gefährlichen oder nicht altersgerechten Online-Inhalten schützen. In drei Vierteln der Fälle war die Beschwerde begründet, es wurde also ein Rechtsverstoß festgestellt, wie die Stelle mitteilte.
    Darstellungen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger bilden demnach die mit Abstand größte Kategorie der begründeten Beschwerden. Ein prägendes Phänomen des Jahres 2025 war dabei die Zunahme von virtuellen Missbrauchsdarstellungen.
    Die Kategorie Pornografie machte den zweitgrößten Anteil an den Beschwerden aus. Hierbei handelt es sich primär um Verstöße gegen die Pflicht zur Altersverifikation, denn solche Inhalte dürfen nur Erwachsenen zugänglich gemacht werden, wie es hieß. Die Zahlen im Bereich Hasskriminalität sowie Gewaltdarstellungen waren dagegen im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig.
    Diese Nachricht wurde am 23.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.