IAEA
Fast die Hälfte des iranischen Urans vermutlich noch in Isfahan

​Der Iran lagert nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde fast die Hälfte seines hoch angereicherten ⁠Urans in der unterirdischen ⁠Anlage in Isfahan.

    Satellitenbild der Nuklearanlage in Isfahan im Iran.
    Satellitenbild der Nuklearanlage in Isfahan im Iran. (AFP / -)
    Der Tunnelkomplex sei das einzige Ziel, das bei den Angriffen Israels und der USA im vergangenen Juni offenbar nicht schwer beschädigt worden sei, sagte IAEA-Chef Grossi in Paris. Er bezifferte den ⁠Bestand ⁠in Isfahan auf etwas mehr ⁠als 200 Kilogramm. Weder die IAEA noch andere Beobachter hätten auf Satellitenbildern Anzeichen dafür entdeckt, dass das Material verlegt worden sei.
    Seit den Angriffen im vergangenen Jahr ‌hat Teheran keine Informationen über den Verbleib des Urans übermittelt und Inspektoren den Zutritt zu den bombardierten Stätten verwehrt. Die USA und Israel begründen ihre aktuellen Angriffe unter anderem damit, dass der Iran kurz vor dem Bau einer Atombombe stehe. Nach Angaben der IAEA gibt es keine glaubwürdigen Hinweise auf ein koordiniertes Atomwaffenprogramm Teherans.
    Diese Nachricht wurde am 10.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.