
Mit Luft gefüllte Schweinsblasen werden dabei mit voller Wucht auf den Boden geschlagen, sodass die nach Urin stinkenden Blasen ohrenbetäubenden Lärm erzeugen – und nicht selten auch unvorbereitete Zuschauer treffen. Die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzüfte betonte, man würde der Fastnacht ihren Sinn nehmen, wenn Essen, Trinken und das bewusste "Über-die-Stränge-Schlagen" eingedampft würden. Die Saublodere gehöre dazu, wie das bunte Ei zu Ostern.
Fastnachtszünfte lassen sich die Schweinsblasen jedes Jahr von Metzgern liefern. Die "Saublodere" werden aufgeblasen und an Schnüren befestigt – teils an Holzstäben, teils am Genital eines geschlachteten Bullen oder am Schwanz einer Kuh. Laut der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzüfte dient die Schweinsblase als Neckinstrument und Krachmacher. Gleichzeitig stehe sie symbolisch für eine der Todsünden, die Eitelkeit: ein aufgeblasenes, hohles Nichts, das mitunter auch stinke.
Diese Nachricht wurde am 01.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
