Kritik an Parteien und Parlament
FDP bietet Tina Ruland, Simone Thomalla und Caroline Beil Dialog an

Die FDP hat auf die Äußerungen dreier Schauspielerinnen zur politischen Lage in Deutschland mit einem Dialogangebot reagiert.

    Marie-Agnes Strack-Zimmermann gratuliert Wolfgang Kubicki.
    Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Wolfgang Kubicki haben drei Schauspielerinnen nach ihrer Kritik an den politischen Zuständen ein Dialogangebot gemacht. (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    Am Rande einer Veranstaltung in Berlin hatten Tina Ruland, Simone Thomalla und Caroline Beil Kritik an Parteien und Parlamentariern geübt. Ein Anlass waren die Vorwürfe gegen den scheidenden Regierenden Bürgermeister Wegner. Ruland etwa meinte, das Volk werde nur noch angelogen. Am Aufstieg der AfD seien - Zitat – die Altparteien schuld. Thomalla beklagte, man könne nirgendwo mehr sagen, was man denkt.
    FDP-Chef Kubicki schrieb auf X, auch er glaube, dass der Erfolg der AfD maßgeblich damit zu tun habe, dass die Menschen etablierten Parteien keine Problemlösung mehr zutrauten. Er lud die drei Schauspielerinnen zu einem Gespräch ein.
    Die Europaabgeordnete Strack-Zimmermann reagierte kritischer. Politik sei komplizierter als Parolen aus dem Wörterbuch der AfD. Sie bot Ruland, Beil und Thomalla ebenfalls auf X ein Praktikum im Europäischen Parlament an. Da gebe es statt Scheinwerfern Verhandlungen bis in die Nacht und am Ende wichtige Kompromisse. Demokratie sei kein Film, der nach 90 Minuten ein Happy End liefere, sondern harte Arbeit jeden Tag, betonte Strack-Zimmermann.
    Diese Nachricht wurde am 16.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.