
Fechner sagte im Deutschlandfunk, vor aller Augen herrschten sklavenähnliche Zustände. Schätzungsweise zehntausende Menschen arbeiteten unter diesen Bedingungen und würden etwa in der Prostitution oder in der Fleischwirtschaft ausgebeutet. Sie würden mit falschen Versprechungen nach Deutschland gelotst und müssten fünfstellige Summen für eine Vermittlung zahlen, betonte Fechner.
Der vom Bundeskabinett gestern beschlossene Gesetzentwurf will damit auch die geänderte europäische Richtlinie gegen Menschenhandel umsetzen. Künftig sollen auch Ausbeutungsformen der Leihmutterschaft, der Adoption und der Zwangsheirat vom Tatbestand des Menschenhandels erfasst werden. Das Gesetz kann im parlamentarischen Verfahren noch geändert werden.
Diese Nachricht wurde am 28.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
