
Damit bleibt es bei der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Weil infolge des Iran-Konflikts die Inflation in den USA stieg, galt eine Zinssenkung als unwahrscheinlich. Warsh war von US-Präsident Trump ins Amt gebracht worden. Damit verbunden war die Erwartung, dass dieser den Leitzins senkt und damit Kredite verbilligt. Trump hatte Warshs Vorgänger Powell immer wieder vergeblich zu kräftigen Zinssenkungen gedrängt und ihn als "Versager" beschimpft, weil er der Forderung nicht Folge leistete.
Warsh sagte nach der Zinsentscheidung, die Fed werde weiterhin für Preisstabilität sorgen. Der 56-Jährige bekräftigte zugleich seine Absicht, einen Kurswechsel bei der Notenbank herbeizuführen. Dazu setzte er Arbeitsgruppen ein, die bis zum Jahresende Ergebnisse vorlegen sollen.
Änderungen will der neue Fed-Vorstand etwa bei der Kommunikation der Notenbank vornehmen - er setzt auf weniger öffentliche Äußerungen zu künftigen Leitzinsentscheidungen. Umgestalten will Warsh zudem die Bilanz der Fed, die Nutzung von Datenquellen sowie den Umgang mit den Themen Beschäftigung und Inflation.
Diese Nachricht wurde am 17.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
