
Bei der Vorstellung des Abschlussberichts der Koalitionsfraktionen von CDU, SPD und FDP wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass Betonblöcke am falschen Platz gestanden haben und Warnungen vor dem Täter ignoriert wurden. Die CDU-Abgeordnete Godenrath führte aus, womöglich hätte die Chance, aber keinesfalls die Gewissheit, bestanden, die Tat abzuwenden. SPD-Obmann Grube sagte, eine Vielzahl von Versäumnissen habe den Anschlag am Ende ermöglicht. FDP-Obmann Kosmehl erklärte, im Gesamtbild hätte der Täter früher erkannt werden müssen.
Der inzwischen 51-jährige Täter war in den vergangenen Jahren dutzende Male bei Behörden und Institutionen auffällig geworden. Der Arzt aus Saudi-Arabien verkehrte in islamfeindlichen und rechten Kreisen, hängt offenbar Verschwörungsideologien an und gilt als psychisch beeinträchtigt. Derzeit steht er vor Gericht. Anfang Juni könnten die Plädoyers beginnen. - 2024 hatte er mit hoher Geschwindigkeit ein Auto über den Magdeburger Weihnachtsmarkt gesteuert, sechs Menschen getötet und mehr als 300 zum Teil schwer verletzt.
Diese Nachricht wurde am 20.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
