Tigran Mansurian widmete sein erstes Streichquartett 1983/84 dem Gedenken an seinen Freund David Chandschian, das zweite Quartett dann dem Andenken seines Freundes Eduard Chagagortzian, und 2004 kam ein Quartettsatz mit der Bezeichnung "Testament" hinzu, der dem Produzenten Manfred Eicher von ECM zugeeignet ist, der sich gottlob bester Gesundheit erfreut.
Mansurians Musik hat ihre Wurzeln unverkennbar im Gesang. Überall glaubt man zudem den großen Philosophen, Sänger und Dichter Armeniens Komitas zu vernehmen, und Mansurian verweist in seinem Einführungstext auch dezent darauf, dass einige Töne der Klavierbegleitung zu dem Lied "Es ist Frühling...Es hat geschneit" von Komitas beim zweiten Quartett einen gewissen Einfluss auf ihn ausgeübt habe. Dazu sollte man vielleicht bemerken, dass sich Tigran Mansurian vorwiegend vorsichtig ausdrückt. Er ist ein überaus behutsamer Künstler. Seine Musik entwickelt vielleicht gerade deshalb immer wieder ungeachtet der durchaus avancierten Harmonik eine überwältigende Schönheit. Und wenn seine Quartette schon offenkundig den vokalen Traditionen verpflichtet sind, so natürlich eher dem polyphonen Motetus als dem Madrigal.
Und in der Tat kann man sich in das Spiel des Rosamunde Quartetts verlieren, kann überm Hören die Zeit vergessen und sich von der Sensibilität gefangen nehmen lassen, mit der zum Beispiel die Cellistin Anja Lechner mit feinsten Nuancierungen der Tonhöhen wie der Klangfarben auf die Vokalisen der Primgeige reagiert und wie wiederum 2.Violine und Viola den Klang des Ensembles mit innerer Spannung aufladen. Beide Quartette sind übrigens dreisätzig angelegt - der Mittelsatz "Larghetto" des zweiten Quartetts gehört sicher zum Eindrucksvollsten, was Tigran Mansurian geschrieben hat.
* Musikbeispiel: Tigran Mansurian - 2. Satz 'Larghetto’ aus dem Streichquartett Nr. 2
Tigran Mansurian - String Quartets
Rosamunde Quartett
Label: ECM
Labelcode: LC 02516
Bestell-Nr.: 1905/4763052
Mansurians Musik hat ihre Wurzeln unverkennbar im Gesang. Überall glaubt man zudem den großen Philosophen, Sänger und Dichter Armeniens Komitas zu vernehmen, und Mansurian verweist in seinem Einführungstext auch dezent darauf, dass einige Töne der Klavierbegleitung zu dem Lied "Es ist Frühling...Es hat geschneit" von Komitas beim zweiten Quartett einen gewissen Einfluss auf ihn ausgeübt habe. Dazu sollte man vielleicht bemerken, dass sich Tigran Mansurian vorwiegend vorsichtig ausdrückt. Er ist ein überaus behutsamer Künstler. Seine Musik entwickelt vielleicht gerade deshalb immer wieder ungeachtet der durchaus avancierten Harmonik eine überwältigende Schönheit. Und wenn seine Quartette schon offenkundig den vokalen Traditionen verpflichtet sind, so natürlich eher dem polyphonen Motetus als dem Madrigal.
Und in der Tat kann man sich in das Spiel des Rosamunde Quartetts verlieren, kann überm Hören die Zeit vergessen und sich von der Sensibilität gefangen nehmen lassen, mit der zum Beispiel die Cellistin Anja Lechner mit feinsten Nuancierungen der Tonhöhen wie der Klangfarben auf die Vokalisen der Primgeige reagiert und wie wiederum 2.Violine und Viola den Klang des Ensembles mit innerer Spannung aufladen. Beide Quartette sind übrigens dreisätzig angelegt - der Mittelsatz "Larghetto" des zweiten Quartetts gehört sicher zum Eindrucksvollsten, was Tigran Mansurian geschrieben hat.
* Musikbeispiel: Tigran Mansurian - 2. Satz 'Larghetto’ aus dem Streichquartett Nr. 2
Tigran Mansurian - String Quartets
Rosamunde Quartett
Label: ECM
Labelcode: LC 02516
Bestell-Nr.: 1905/4763052