Bedrohte Pflanzenart
Feldrittersporn ist "Blume des Jahres 2026"

Der Feldrittersporn ist die "Blume des Jahres 2026". Die Auszeichnung für die selten gewordene Wildpflanze soll auch auf den Artenschwund in Agrarlandschaften hinweisen.

    Ein Feldrittersporn mit violetten, kelchförmigen Blüten.
    Der Feldrittersporn ist "Blume des Jahres 2026". (Hermann Timmann / Loki Schmidt Sti / Hermann Timmann)
    Nach Ansicht der Loki Schmidt Stiftung aus Hamburg steht der Feldrittersporn, lateinischer Name "Consolida regalis", stellvertretend für den "dramatischen Artenschwund in Agrarlandschaften". Deshalb sei er zur "Blume des Jahres 2026" gewählt worden. Früher sei der Feldrittersporn, der auch als Ackerrittersporn bekannt ist, oft in Getreidefeldern zu sehen gewesen. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft sei er aber stark zurückgedrängt worden, heißt es in der Begründung der Stiftung. Mittlerweile stehe er als bedrohte Art in allen Bundesländern auf der Roten Liste.

    Kräftige Farbe, ausgewählte Gäste

    Der Feldrittersporn aus der Familie der Hahnenfußgewächse zeichnet sich durch seine auffälligen, meist kräftig blau-violett gefärbten Blüten aus. Ihre Kelchform sorgt dafür, dass nur Insekten wie Gartenhummeln und Taubenschwänzchen mit ihrem langen Saugrüssel an den Nektar gelangen können.
    Früher wurde der Feldrittersporn auch in der Heilkunde eingesetzt, etwa gegen Augenkrankheiten und bei Schmerzen. Doch die ganze Pflanze gilt als leicht giftig. Am höchsten ist die Konzentration der Giftstoffe in den kleinen schwarzen Samen, die nach der Blüte in den länglichen, unbehaarten Fruchtkapseln gebildet werden.
    Diese Nachricht wurde am 10.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.