Samstag, 07.12.2019
 
Seit 12:10 Uhr Informationen am Mittag
StartseiteSport am Wochenende"Sein Abgang ist ein erheblicher Verlust"16.03.2019

Felix Neureuther"Sein Abgang ist ein erheblicher Verlust"

Felix Neureuther beendet seine Karriere. Mit 13 Weltcup-Siegen ist er der erfolgreichste deutsche Skirennläufer der letzten Jahre. Der Alpin-Direktor des Deutschen Skiverbandes, Wolfgang Maier, sagte im Dlf: "Es ist sicher die richtige Entscheidung."

Wolfgang Maier im Gespräch mit Marina Schweizer

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Felix Neureuther in Schräglage beim Weltcup-Slalom in Aspen (AP/Nathan Bilow)
Felix Neureuther beendet mit 34 Jahren seine Karriere. (AP/Nathan Bilow)
Mehr zum Thema

Athletenvertretung Sportstars begehren auf

Wintersport Ski-Asse starten in Olympia-Winter

Fall Luitz "Viele Leute haben geschlafen"

Ski Alpin Der Fall Stefan Luitz

Dass Felix Neureuther seine Karriere mit 34 Jahren beendet, kann Maier gut verstehen: "Er musste die letzte Saison pausieren wegen eines Kreuzbandrisses. Das nächste Großereignis ist mit der Weltmeisterschaft erst in zwei Jahren, bis zu den Olympischen Spielen dauert es noch drei Jahre. Das wäre schon ein sehr langer Zeitraum. Er hätte dann schon das sehr hohe Alter von 38 Jahren gehabt."

"Das, was er geäußert hat, konnte ich zum großen Teil immer unterstützen"

Neureuther war in den vergangenen Jahren immer wieder auch durch kritische Worte aufgefallen, wenn es zum Beispiel um das Internationale Olympische Komitee, IOC, die Verteilung des Geldes und um die Macht im Sport ging. "Das, was er geäußert hat, konnte ich zum großen Teil immer mit unterstützen", so Maier. "Wir sind halt in vielen Teilen einfach nur Marionetten. Und da war ich immer gleicher Meinung mit ihm." Der DSV-Direktor findet, dass Neureuther das Recht zur Kritik hatte, weil er den Sport auch populär gemacht habe.

Neureuthers Kollege, Stefan Luitz, war im Dezember der Weltcupsieg von Beaver Creek aberkannt worden. Hintergrund: Er hatte im Wettbewerb eine Sauerstoffmaske aufgesetzt. Der Ski-Weltverband, FIS, sah das als Regelverstoß. Der Sportgerichtshof CAS revidierte nun die FIS-Entscheidung und begründete das damit, dass die Welt-Anti-Doping-Agentur, WADA, die Praxis erlaube. DSV-Direkor Maier begrüßt die Entscheidung: "Ich werte es als richtig. Man kann Sportler und Trainer nicht an den WADA-Code binden und dann einen Sportler disqualifizieren, weil die FIS ihr Reglement nicht angepasst hat. Wir wollten hier nichts Illegales machen."

Sauerstoff-Affäre um Stefan Luitz: "Wir werden die Masken nie mehr nehmen"

Stefan Luitz bekommt nun seinen Weltcup-Sieg zurück. Auf die Masken will der DSV aber künftig verzichten. Auch, wenn Maier Weltcup-Rennen auf besonderen Höhen grundsätzlich verteidigte und erklärte, dass die künstliche Sauerstoff-Zufuhr im Fall von Beaver Creek gar nicht nötig gewesen wäre: "Das hatte eine völlig nebensächliche Wirkung. Man hat es mal ausprobiert. Aber wir werden es nie mehr nehmen. Man hat dadurch keinen Vorteil."

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk