Wenn die Sonne untergeht und Dunkelheit die Welt umhüllt, füllen ferne Stimmen die Radiokanäle. Fußballspiele aus London, Neuigkeiten aus New York und Musik aus Rio – ihre Signale reisen Hunderte und Tausende von Kilometern zwischen Himmel und Erde.
Die erste diese weitreichenden Radiosendungen wurde morgen vor 100 Jahren übertragen. Der Radiopionier Guglielmo Marconi übertrug den Buchstaben "S" des Morsealphabets von England nach Kanada – über eine Entfernung von mehr als 3000 Kilometer.
Nach der allgemeinen Auffassung von damals war eine derartige Radioübertragung unmöglich. Wie Lichtwellen, breiten sich Radiowellen geradlinig aus – sie folgen also nicht der gekrümmten Erdoberfläche.
Marconi entschied sich, es dennoch zu versuchen. Er errichtete seinen Sender in Cornwall und benutzte einen Drachen, um seine Empfangsantenne über Neufundland aufsteigen zu lassen. Er lauschte täglich etwa drei Stunden nach dem Signal. Kurz nach Mittag am 12. Dezember 1901 hörte er es: den Morsebuchstaben S. [Audio im Hintergrund]
Das Signal konnte aufgrund einer äußeren Schicht unserer Atmosphäre die große Entfernung überwinden. Diese so genannte Ionosphäre ist elektrisch geladen. Radiowellen werden an ihr wie Lichtwellen an einem Spiegel reflektiert. Dadurch können Radiosignale außerordentliche Entfernungen zurücklegen. Speziell am Abend, nachdem die Ionosphäre durch die Sonne aufgeladen ist, haben wir die Möglichkeit, den weit entfernten Signalen der Nacht zu lauschen.
Die erste diese weitreichenden Radiosendungen wurde morgen vor 100 Jahren übertragen. Der Radiopionier Guglielmo Marconi übertrug den Buchstaben "S" des Morsealphabets von England nach Kanada – über eine Entfernung von mehr als 3000 Kilometer.
Nach der allgemeinen Auffassung von damals war eine derartige Radioübertragung unmöglich. Wie Lichtwellen, breiten sich Radiowellen geradlinig aus – sie folgen also nicht der gekrümmten Erdoberfläche.
Marconi entschied sich, es dennoch zu versuchen. Er errichtete seinen Sender in Cornwall und benutzte einen Drachen, um seine Empfangsantenne über Neufundland aufsteigen zu lassen. Er lauschte täglich etwa drei Stunden nach dem Signal. Kurz nach Mittag am 12. Dezember 1901 hörte er es: den Morsebuchstaben S. [Audio im Hintergrund]
Das Signal konnte aufgrund einer äußeren Schicht unserer Atmosphäre die große Entfernung überwinden. Diese so genannte Ionosphäre ist elektrisch geladen. Radiowellen werden an ihr wie Lichtwellen an einem Spiegel reflektiert. Dadurch können Radiosignale außerordentliche Entfernungen zurücklegen. Speziell am Abend, nachdem die Ionosphäre durch die Sonne aufgeladen ist, haben wir die Möglichkeit, den weit entfernten Signalen der Nacht zu lauschen.