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FIFA-Führungsdebatte
Konkurrenz für Blatter

UEFA-Chef Platini schmiedet eine Allianz mit Asien, um Blatters fünfte Amtszeit als FIFA-Boss zu verhindern. Prinz Ali bin Al-Hussein von Jordanien könnte gegen den Schweizer antreten. Er sitzt im FIFA-Exekutivkomitee, seine Familie ist im Weltsport gut vernetzt.

26.11.2014

Der Präsident des jordanischen Fußballverbandes, Prinz Ali Al-Hussein
Er gilt als Konkurrent für Sepp Blatter: Der Jordanier Al-Hussein (AFP / Khalil Mazraawi)
Wenn sich FIFA-Chef Sepp Blatter im Mai 2015 ein fünftes Mal ins Amt wählen lassen will, könnte ihm ein ernst zu nehmender Herausforderer drohen: Prinz Ali bin Al-Hussein von Jordanien ist nach Angaben aus hohen UEFA-Kreisen der Schattenkandidat, den Michel Platini seit Monaten aufzubauen versucht. UEFA-Chef Platini hatte im August seinen Verzicht auf eine FIFA-Kandidatur erklärt, seither bemüht er sich um den 39-jährigen FIFA-Vorstandskollegen. Mit ihm soll er eine europäisch-asiatsche Wahl-Allianz gegen Amtsinhaber Blatter planen.
Laut den Kreisen soll Platini bereits einzelne, ihm nahestehende Mitglieder des UEFA-Vorstandes in seine Überlegung eingeweiht haben. Es heißt, er wolle zunächst die grundsätzliche Stimmung für einen arabischen Kandidaten auszuloten. Schon beim UEFA-Treffen nächste Woche in Frankfurt könnte das Thema dann auf die Agenda rücken.
Schwester des Prinzen im Internationalen Olympischen Komitee
Prinz Ali könnte sich um die gebündelte Unterstützung der arabischen Welt bemühen. Er entstammt einer Familie, die auffallend gut im Weltsport vernetzt ist. Alis Schwester Haya sitzt dem Reiterweltverband FEI vor; zudem ist sie zusammen mit einem dritten Bruder, Prinz Feisal, Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees. Dem Web-Anbieter „Inside World Football" teilte Alis jordanisches Büro am Mittwoch mit: Der Prinz habe „weder bestätigt noch verneint", dass er Blatter herausfordern werde.