Fußball-Weltmeisterschaft
FIFA plant offenbar neue Sperrenregelung für Gelbe Karten

Der Fußball-Weltverband FIFA plant für die Weltmeisterschaft im Sommer offenbar eine neue Sperrenregelung. Medienberichten zufolge sollen Gelbe Karten nicht nur wie bisher nach dem Viertelfinale verfallen, sondern zusätzlich bereits nach der Gruppenphase. Dies soll laut dem Verband die Gefahr von Sperren für Schlüsselspiele reduzieren.

    Die Hand eines Schiedsrichters zeigt die Gelbe Karte.
    Der Weltfußballverband plant Medienberichten zufolge eine neue Regelung zu Sperren durch die Gelbe Karte bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer. (pa/Sven Simon)
    Heute kommt der FIFA-Rat im kanadischen Vancouver zusammen. Dort soll über die neue Regelung entschieden werden. Im Normalfall sind Spieler nach der zweiten Gelben Karte im Turnierverlauf für eine Partie gesperrt. Durch die Ausweitung der WM in den USA, Kanada und Mexiko vom 11. Juni bis 19. Juli von 32 auf 48 Teams kommt eine weitere K.-o.-Runde mit 32 Mannschaften hinzu. Damit erhöht sich die Gefahr für die Spieler, gelbgesperrt aussetzen zu müssen und beispielsweise im Halbfinale zu fehlen. Dem soll die neue Regelung nach dpa-Informationen entgegenwirken. Zuerst hatte die BBC darüber berichtet.

    Kein zweiter Fall Ballack

    Bereits in der Vergangenheit waren Gelbe Karten nach dem Viertelfinale gestrichen worden. Damit wurde verhindert, dass sich ein Fall wie bei Michael Ballack wiederholt. Der einstige deutsche Nationalmannschaftskapitän war bei der WM 2002 im Finale gegen Brasilien ausgefallen, nachdem er im Halbfinale gegen Südkorea zum zweiten Mal verwarnt worden war.
    Zuletzt hatte sich Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) eine Aufweichung der Regel für Gelbsperren in der Champions League gewünscht. Dort werden die Verwarnungen auch nach dem Viertelfinale gestrichen.
    Diese Nachricht wurde am 28.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.