Nach Krisenrunde
FIFA-Spitze stützt Infantino in Investoren-Affäre

Der unter Druck geratene Präsident des Weltfußballverbandes, Infantino, hat die Rückendeckung von der FIFA-Führungsspitze erhalten. Nach einem Krisentreffen in der marokkanischen Hauptstadt Rabat wurde eine Erklärung verbreitet, wonach Generalsekretär Grafström und die anwesenden Mitglieder des sogenannten Management-Boards ihre uneingeschränkte Unterstützung für den Schweizer bekräftigten.

    Portät des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino
    Unter Druck: FIFA-Präsident Gianni Infantino (imago / Joeran Steinsiek)
    Umgekehrt habe Infantino seine volle Unterstützung für Grafström bekräftigt. Der Schwede hatte zuletzt angesichts des gescheiterten Plans zum Verkauf von WM-Rechten an Investoren in einer internen Mail an FIFA-Mitarbeiter noch eine "traurige und tadelnswerte Reihe von Ereignissen" sowie einen "Aufruhr" beklagt. Infantino hatte zuletzt für eine Welle der Empörung gesorgt, als seine Pläne zum Verkauf von kommerziellen Rechten an künftigen WM-Turnieren an Investoren bekannt wurden. In der Folge entzogen ihm mehrere Kontinentalverbände die Unterstützung, darunter auch die europäische UEFA. Daraufhin wurden die Pläne aufgegeben. Infantino will sich im kommenden Jahr zur Wiederwahl stellen. Eine erneute Mehrheit gilt inzwischen als unsicher.

    FIFA spricht nur allgemein von Fehlern und kritisiert abermals Medien

    In der Mitteilung räumte die FIFA Fehler bei den Investorenplänen ein. Es herrsche Einigkeit darüber, dass es nicht beabsichtigt gewesen sei, dem Rat und den Mitgliedsverbänden "das Gefühl zu geben, vom Prozess ausgeschlossen zu sein, und dass der Prozess anders hätte gehandhabt werden sollen". Intern sei das Ziel nun, die "Prozesse hinsichtlich ihrer Effektivität und Effizienz" kontinuierlich zu verbessern.
    Zugleich wiederholte der Weltverband Vorwürfe gegen "die Medien", die einmal mehr ihren Anteil an der Unruhe gehabt hätten. Weiter hieß es: "Die FIFA wird keinerlei Angriffe auf ihre Integrität dulden und alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um ihren Ruf zu verteidigen."
    Diese Nachricht wurde am 06.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.