Geschichte
Filmförderungsanstalt will NS-Bezüge untersuchen lassen

Die Filmförderungsanstalt FFA will mögliche Bezüge zum Nationalsozialismus aufklären. Die Organisation werde eine Studie in Auftrag geben, um Klarheit über die NS-Beteiligung ehemaliger Vorstände und Gremienmitglieder zu erhalten, sagte FFA-Vorstand Dinges der Deutschen Presse-Agentur.

    Porträtaufnahme von Peter Dinges. Er trägt ein weißes Hemd und ein schwarzes Jackett.
    FFA-Vorstand Peter Dinges (picture alliance / dpa / Britta Pedersen)
    Zuvor hatte die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (Spio) bereits eine Studie erstellen lassen, um mögliche Verstrickungen von früherem Führungspersonal und Preisträgern aufzuklären. In der Konsequenz wurde 14 Filmgrößen ihre Ehrenmedaillen entzogen, darunter der Filmemacherin Leni Riefenstahl, die Propaganda für die Nazis gemacht hatte, dem Schauspieler Heinz Rühmann, dem ehemaligen Berlinale-Leiter Alfred Bauer und der Filmdiva Olga Tschechowa.

    Dinges: "Wir werden dem auf den Grund gehen"

    Die FFA sei mit ihrer Gründung 1968 zwar deutlich jünger, betonte Dinges. Dennoch habe es auch in dieser Zeit NS-Belastungen gegeben, denen man nun auf den Grund gehen wolle. Das schulde man der Öffentlichkeit. Die Studie soll vom Institut für Zeitgeschichte durchgeführt werden.
    Diese Nachricht wurde am 02.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.