
Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf seine Verteidigung. Im Oktober hatte eine junge Schauspielerin den Filmstar zunächst anonym angezeigt. Dschamschidi wurde zunächst festgenommen, verließ jedoch kurzzeitig das Land, als er auf Kaution freikam. Er wies die Anschuldigungen stets zurück.
Der Fall hatte eine landesweite Debatte über Gewalt und die Machtverhältnisse in der iranischen Filmbranche ausgelöst. Er reiht sich ein in die globale #MeToo-Debatte, die mit dem Fall Harvey Weinstein im Herbst 2017 begann.
Der öffentliche Umgang mit sexueller Gewalt ist im Iran geprägt von Misstrauen, Tabus und rechtlichen Hürden. Außereheliche Beziehungen sind gemäß islamischer Rechtsauffassung verboten. In Extremfällen können Vergewaltiger zum Tode verurteilt werden.
Diese Nachricht wurde am 27.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
