Gespräche in Washington
Finanzminister Klingbeil fordert Absicherung bei Versorgung mit Seltenen Erden

Bundesfinanzminister Klingbeil fordert schnellere Abschlüsse von Abkommen für die Versorgung mit Seltenen Erden. Nach einem Treffen der Finanzminister der G7-Staaten und weiterer Länder in Washington sagte Klingbeil, es brauche eine engere internationale Kooperation um einen sicheren Zugang zu Rohstoffen zu haben und Lieferketten aufrecht erhalten zu können. 

    Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) steht vor dem Weißen Haus in Washington und spricht in Mikrofone.
    Bundesfinanzminister Klingbeil nahm in Washington an einem internationalen Finanzminister-Treffen teil. (picture alliance / dpa / Soeren Stache)
    Dies sei eine der wichtigsten Fragen für Deutschland und Europa, wenn es um Wachstum und sichere Arbeitsplätze gehe, erklärte der SPD-Politiker. Klingbeil zeigte sich zudem offen für Mindestpreise auf Seltene Erden, die Produzenten außerhalb Chinas absichern sollen. Die Volksrepublik ist der weltweit größte Hersteller und setzt diese Dominanz verstärkt als Druckmittel ein. Die EU bezieht fast ihren gesamten Bedarf an Seltenen Erden und Lithium aus China. Die Materialien sind von zentraler Bedeutung für die Automobil-, Elektronik- und Verteidigungsindustrie.

    Kritik an Maduro-Festnahme

    Bei seinem Besuch in Washington äußerte Klingbeil auch deutliche Kritik an dem US-Militäreinsatz zur Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Maduro. Es sei wichtig, dass man deutlich mache, dass Völkerrecht gebrochen worden sei, sagte der Vizekanzler im ZDF. Diese Kritik habe er in den USA auch formuliert und werde das weiter tun.
    Das US-Militär hatte Venezuela in der Nacht zum 3. Januar angegriffen und den Maduro sowie seine Ehefrau gefangen genommen. Maduro wurde in New York inhaftiert, wo er sich wegen "Drogenterrorismus" vor Gericht verantworten soll. 
    Diese Nachricht wurde am 13.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.