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Kalte Progression
Finanzminister Lindner will Steuerzahler bis 2026 um 23 Milliarden Euro entlasten

Die geplanten Steuermaßnahmen von Bundesfinanzminister Lindner stoßen innerhalb der Ampelkoalition auf Kritik.

    Christian Lindner sitzt in nachdenklicher Pose an einem Tisch
    Finanzminister Lindner will die Grundfreibeträge erhöhen. (Imago / Political-Moments)
    Steuerentlastungen müssten sozial gerecht und finanzierbar sein, mahnte der SPD-Fraktionsvize Post. Milliardenschwere Steuergeschenke für die Reichsten der Reichen wären dagegen ein völlig falscher Weg, sagte der SPD-Politiker in der "Rheinischen Post". Die finanzpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Beck, bezeichnete Lindners Vorstoß im Portal "The Pioneer" angesichts der aktuell geforderten Einsparungen im Bundeshaushalt als unseriös.
    Lindner hatte angekündigt, mit seinem Vorhaben die sogenannte kalte Progression auszugleichen, eine Art schleichende Steuererhöhung. Demnach soll der Grundfreibetrag der Lohn- und Einkommensteuer in drei Schritten steigen, 2024 zunächst auf 11.784 Euro. Bis zu dieser Grenze fallen keine Steuern an. Der Spitzensteuersatz soll dagegen erst ab einem zu versteuernden Einkommen von 68.429 Euro fällig werden.
    Diese Nachricht wurde am 05.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.