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Flüchtlinge in DeutschlandDie unerkannte Chance?

"Die aktuelle Einwanderungswelle bietet eine Jahrhundertchance", betonte unlängst der Wirtschaftsjournalist Henrik Müller. Und tatsächlich mehren sich die Stimmen derer, die der Sorge von zu großen Belastungen unserer Sozialsysteme widersprechen.

Eine Sendung von Judith Grümmer und Michael Roehl (Moderation) | 03.12.2014

Angelika Quadflieg vom Eilendorfer Bündnis für Integration berät Flüchtlinge am 14.10.2014 in einem Informationsbüro in Aachen (Nordrhein-Westfalen). Im Eilendorfer Bündnis für Integration engagieren sich Aachener Bürger ehrenamtlich für Flüchtlinge. Foto: Thilo Schmülgen/dpa (zu lnw-KORR: Stimmung gekippt - "Flüchtlinge werden als Menschen wahrgenommen" vom 17.10.2014)
Nach neuesten Erkenntnissen zahlen Migranten schon jetzt deutlich mehr Steuern und Sozialabgaben als sie an staatlichen Leistungen erhalten. (picture-alliance / dpa / Thilo Schmülgen)
"Es lohnt sich, dass Wirtschaft und Politik gemeinsam prüfen, wie man Flüchtlingen Ausbildungsperspektiven in Deutschland ermöglichen kann", so äußerte sich etwa der Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg.
Tatsächlich wächst die Erkenntnis, dass es mehr als ein humanitäres Bekenntnis ist, Flüchtlinge willkommen zu heißen und sie darin zu unterstützen, sich so schnell wie möglich von Sozialleistungen unabhängig zu machen. Denn unter den Flüchtlingen sind viele talentierte junge Menschen und erfahrene hochqualifizierte Fachkräfte, deren Potenzial die deutsche Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung nicht ungenutzt lassen möchte.
Nach neuesten Erkenntnissen zahlen Migranten schon jetzt deutlich mehr Steuern und Sozialabgaben als sie an staatlichen Leistungen erhalten. Warum also nicht die Flüchtlinge durch Sprachkurse, Berufsausbildungen, Weiterbildungsmaßnahmen und Universitäts-stipendien so gut wie möglich stärken und integrieren?
Diskutieren Sie mit. Rufen Sie uns an unter der kostenfreien Telefonnr. 00800 44 64 44 64 oder mailen Sie uns unter: laenderzeit@deutschlandfunk.de
Unsere Gesprächspartner:
  • Andreas Richter, Hauptgeschäftsführer der IHK Region Stuttgart
  • Prof. Dr. Henrik Müller, Lehrstuhl Wirtschaftspolitischer Journalismus, TU Dortmund
  • Moussa Dieng, Leiter des Übergangswohnheims Ludwig-Quidde-Straße in Bremen
  • Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu, Professorin für Interkulturelle Bildung und Konrektorin für Interkulturalität und Internationalität der Uni Bremen