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Flüchtlinge
Weniger Sporthallen als angenommen belegt

Für die Unterbringung der Flüchtlinge werden häufig Sporthallen herangezogen. Eine neue Erhebung des WDR zeigt nun, dass in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland Nordrhein-Westfalen weniger Turnhallen belegt sind als bisher angekommen.

Von Moritz Küpper | 01.12.2015
    Eine umfunktionierte Turnhalle, in der in drei Reihen Betten stehen.
    In einer solchen Turnhalle wie hier in Siegen sollten auch Flüchtlinge in der abgebrannten Halle in Nauen untergebracht werden. (dpa/picture-alliance/Uni Siegen)
    Nur rund 270 Schul- und Vereinssporthallen werden, so die Erhebung des WDR in allen 396 Städten und Gemeinden in NRW, als Flüchtlingsunterkünfte genutzt. Dabei werden die meisten dieser Hallen von den Kommunen selbst betrieben, nur rund 80 von ihnen seien Notunterkünfte des Landes. Damit liegt die Zahl der durch Flüchtlinge belegten Hallen deutlich unter der vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen genannte Anzahl: Unter anderem auf der Deutschlandfunk-Sportkonferenz zum Thema "Der Sport und die Flüchtlingsfrage" war argumentiert worden, dass in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland rund 400 der insgesamt rund 7000 Turnhallen in NRW als Unterkünfte genutzt werden. Deutschlandweit, so der Deutsche Olympische Sport-Bund, kurz DOSB, in einer vorsichtigen Schätzung, seien es wohl 1500 Sporthallen.