
Die Vorsitzenden, Weidel und Chrupalla, richteten laut übereinstimmenden Medienberichten einen entsprechenden Brief an den Landesverband. Sie sehen die Gefahr eines Ausschlusses von der Landtagswahl im kommenden Jahr. Es gebe - Zitat - "erhebliche Anhaltspunkte" dafür, dass bei der bisherigen Kandidatenaufstellung Wahlgrundsätze verletzt worden seien. Es wäre daher besser, den Parteitag vom Wochenende, der heute in Marl fortgesetzt werden soll, vorerst abzubrechen. Weidel und Chrupalle zufolge gibt es "übereinstimmende Schilderungen", wonach stimmberechtigte Delegierte bedroht oder erheblich unter Druck gesetzt worden seien. Eine bloße Verurteilung solcher Vorgänge reiche nicht aus.
Im NRW-Landesverband gibt es seit Längerem Flügelkämpfe zwischen einem radikaleren und einem gemäßigteren Lager. Die Listenplätze 1 bis 10 wurden zwischen beiden Lagern aufgeteilt. Bei den dahinterliegenden trat der Streit dann offen zutage. So traten etwa für Listenplatz 22 mehr als 90 Kandidaten an, was den Zeitrahmen des Parteitages überschritt.
In Bremen war die AfD vor drei Jahren von der Wahl des Landesparlaments ausgeschlossen worden, nachdem zwei konkurrierende Landesvorstände Vorschläge mit Bewerbern eingereicht hatten.
Diese Nachricht wurde am 17.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
