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StartseiteSport am Wochenende"Uns ist der Sport was wert"22.06.2019

Förderprogramm der NRW-Landesregierung"Uns ist der Sport was wert"

Die NRW-Landesregierung hat 300 Millionen Euro für die Sanierung maroder Sportstätten bereit gestellt, auch im Hinblick auf eine mögliche Volksabstimmung für eine Olympia-Bewerbung an Rhein und Ruhr. Das Förderprogramm sei explizit für Vereine, sagte NRW-Staatssekretärin Andrea Milz im Dlf.

Andrea Milz im Gespräch mit Matthias Friebe

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Große Pfütze am Rande eines Ascheplatzes (imago sportfotodienst / Claus Bergmann)
In Nordrhein-Westfalen soll ein 300 Millionen Euro-Förderprogramm gegen marode Sportstätten helfen. (imago sportfotodienst / Claus Bergmann)
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2020 will der Deutsche Olympische Sportbund entscheiden, ob er sich für die Austragung von Olympischen Spielen in Deutschland bewirbt. Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in NRW, hofft, dass die Region Rhein/Ruhr dann den Zuschlag erhält. Auch dafür sei das Förderprogramm der Landesregierung gedacht, insgesamt 300 Millionen Euro stehen im Rahmen des Programms "Moderne Sportstätte 2022" zur Verfügung, teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf mit.

"Wenn ich mich für Olympia bewerben will, dann muss ich die Zustimmung der gesamten Bevölkerung in NRW und beim Breitensport haben. Es wäre doch schade, wenn ich auf Widerstände stoße, weil die mir sagen: Meine Stadien sind marode und die für Leichtathleten sind neu."

Damit solle eine gute Basis für eine mögliche Bewerbung geschaffen werden, so Milz. Eine Zustimmung in einer Volksabstimmung in NRW könne man sich damit aber nicht erkaufen. "Ich kann höchstens für gute Stimmung sorgen".

Von dem Förderprogramm profitieren nur Vereine

Mit dem Förderprogramm für Sportstätten will sich das Land NRW auch einen genauen Überblick darüber verschaffen, wie hoch der Sanierungsstau im Bereich der Sportstätten ist. "Wir lassen uns Skizzen von den Vereinen geben, was die so planen könnten, wenn sie unendlich viel Geld hätten. Dann müssen sie allerdings Prioritäten setzen. Aber ich bekomme einen Überblick über die Sachen, die hinten runter gefallen sind." Damit will Milz dann bis 2022 abschätzen, wie hoch das Gesamtvolumen ist.

Andrea Milz (Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Politikerin, MdL) 11. Plenarsitzung des Landtags Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Politik, 15.11.17 Düsseldorf NRW Deutschland Landtag Nordrhein-Westfalen *** Andrea Spleen Secretary of State for Sports and Community Service Politician MdL 11 Plenary session the Land parliament North Rhine Westphalia Dusseldorf politics 15 11 17 Dusseldorf NRW Germany Landtag North Rhine Westphalia Copyright: xcdnx   (Imago)Andrea Milz Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, in NRW. (Imago)

Milz weist daraufhin, dass das Programm explizit für Vereine ist. "Kommunen geben das Geld meistens für kommunale Sportanlagen aus. Vereinsanlagen fallen oft hinten runter, weil die Beträge nicht ausreichen. Dieses Programm ist explizit für Vereine."

Milz: "300 Millionen werden nicht ausreichen"

Vereine können allein entscheiden, wohin die Unterstützung genau fließt. Milz: "Jeder kann seine Wünsche und Bedürfnisse damit am besten befriedigen." Man wolle damit das Zeichen aussenden: "Uns ist der Sport was wert." Dafür habe sie schon Lob von Vereinen und dem Landessportbund bekommen. Dennoch ist sich die Politikerin sicher: "300 Millionen werden nicht ausreichen."

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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