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StartseiteSport AktuellGleichstellung mit olympischen Athleten28.05.2020

Förderung von Behinderten-SportlernGleichstellung mit olympischen Athleten

Paralympische Top-Athleten sollen monatlich mit mindestens 800 Euro gefördert werden, statt wie bisher mit 150 bis 400 Euro. Die Top-Athleten würden nun so unterstützt, dass sie sich besonders gut auf die Paralympischen Spiele vorbereiten könnten, erklärt Para-Athletensprecherin Mareike Miller.

Mareike Miller im Gespräch mit Tobias Oelmaier

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Die Spielerin Mareike Miller versucht den Korb zu treffen. (dpa-Zentralbild, Jens Büttner)
Rollstuhl-Basketballerin Mareike Miller bei den Paralympics 2016 in Rio (dpa-Zentralbild, Jens Büttner)
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Die Reform führt dazu, dass paralympische Top-Athleten in der Förderung olympischen Top-Athleten gleichgestellt werden, erklärt Mareike Miller, Paralympics-Siegerin im Rollstuhl-Baskteball und Athletensprecherin:

"Auf dem Niveau des Paralympics-Kaders befinden wir uns jetzt auf der gleichen Basisförderung des Olympia-Kaders. Sprich: Die Top-Athleten werden jetzt sportartenübergreifend besonders gut auf die Paralympischen Spiele vorbereitet und da finanziell entsprechend gut unterstützt." Zum professionellen Sport brauche man jedoch weitere Mittel, zum Beispiel durch Sponsoren.

Glücklich über Förderung der Bundesregierung

Miller berichtet von diversen Sitzungen und Gesprächen, um die neue Förderung auszugestalten. Sie sei glücklich, dass die Bundesregierung nun in der Athletenförderung aktiv sei.

Die erhöhte Förderung wird möglich durch die neue Förderung des Perspektivkaders – der Stufe unter dem Paralympics-Kader - durch den Bund. Damit seien Mittel verschiedener Partner und der Stiftung Deutsche Sporthilfe für den neu eingerichteten Paralympics-Kader freigeworden, erklärt Miller: "Dort sollen die Leistungsträger sich auf die Paralympischen Spiele vorbereiten und dementsprechend gefördert werden."

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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