Sonntag, 05. Dezember 2021

Folge 110Boris Johnson in Berlin und Paris

Er will nur verhandeln: Hat Boris Johnson in Berlin ein Zugeständnis von Angela Merkel bekommen? Die Bundeskanzlerin sprach beim Besuch des Premiers von der Möglichkeit, in 30 Tagen eine Lösung im Streit um den Backstop zu finden.

22.08.2019

Das Foto zeigt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Boris Johnson, den Premierminister von Großbritannien.
Britischer Premierminister Boris Johnson in Berlin (dpa-Bildfunk / Kay Nietfeld)
In Teilen der britischen Presse wird der Besuch von Boris Johnson in Berlin schon als Erfolg des Premierministers gefeiert: man könne ja versuchen, in den kommenden 30 Tagen eine Einigung über die künftigen Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich zu erreichen. Dann werde die Backstop-Regelung zur inneririschen Grenze überflüssig, erklärte Merkel. War das nur eine taktische Finte der Kanzlerin oder hat sie dem neuen Premier tatsächlich ein Angebot gemacht?
Stephan Detjen in Berlin, Friedbert Meurer in London und Jürgen König in Paris tauschen sich im neuen Politikpodcast über Beobachtungen und Einschätzungen aus.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, 2.v.l.) begrüßt Boris Johnson (l), Premierminister von Großbritannien, mit militärischen Ehren vor dem Bundeskanzleramt.
Boris Johnson in Berlin - Drei legendäre Worte
"We can do it. Wir schaffen das", sagte Boris Johnson beim Antrittsbesuch bei Kanzlerin Angela Merkel in Berlin. Der britische Premierminister meinte damit eine gemeinsame Linie beim Brexit - und war damit wohl ein bisschen zu optimistisch.
Boris Johnson am Rednerpult vor Downing Street No 10
Abgeordnete Hobhouse - "Johnson will den starken Mann spielen"
Die liberale britische Abgeordnete Wera Hobhouse wirft Großbritanniens Premier Boris Johnson vor, mit seinem jüngsten Brexit-Vorstoß nur die innenpolitische "Propagandamaschine warm halten" zu wollen. Es sei völlig klar, dass die EU ihre Verhandlungsposition nicht ändern werde.
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