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"Football Leaks"Ronaldo vergleicht sich mit zu Unrecht Verurteiltem

Der portugiesische Stürmerstar Cristiano Ronaldo hat die Vorwürfe aus den "Football-Leaks"-Enthüllungen zurückgewiesen. Er sprach in einem Interview mit "France Football" von Lügen und verglich sich mit jemandem, der unschuldig im Gefängnis sitzt. Auf die konkrete Beschuldigung, er habe rund 150 Millionen Euro in Steuerparadiese umgeleitet, ging er nicht ein.

Von Oliver Neuroth | 13.12.2016

Weltfußballer Cristiano Ronaldo.
Auf die konkreten Vorwürfe aus den "Football-Leaks"-Enthüllungen ging Cristiano Ronaldo nicht ein. (dpa/ picture alliance /Mariscal)
"Molesta", dieses Wort nimmt Cristiano Ronaldo gleich sechs Mal in den Mund in dem knapp dreiminütigen Interview. Mit "molesta" meint er "ärgerlich". Es ärgere ihn sehr, dass Leute Dinge über ihn sagten, die nicht stimmten. Ronaldo spricht von Lügen und vergleicht sich selbst mit jemandem, der unschuldig im Gefängnis sitzt.
Ronaldo kritisiert, dass seine Familie durch die Football-Leaks belästigt würden. Sein Sohn bekomme alles mit, denn er gehe inzwischen in die Schule.
"Das schmerzt mich sehr, denn wir haben immer alles richtig gemacht. Wenn man nichts Böses getan hat, das aber gar nicht stimmt, dann magst du das nicht. Aber früher oder später kommt immer die Wahrheit raus."
Auf die konkreten Vorwürfe gegen ihn geht Ronaldo nicht ein. Aus den "Football-Leaks"-Dokumenten geht hervor, dass er rund 150 Millionen Euro über Briefkastenfirmen in Steuerparadiese umgeleitet hat – und damit an den spanischen Finanzämtern vorbei. Die Behörden prüfen noch, ob das illegal war.
Ronaldo hat inzwischen neun Millionen Euro an den spanischen Staat gezahlt, um seine Steuerschuld für das vergangene Jahr zu begleichen. Gestern Abend hatten Sportjournalisten Ronaldo zum Weltfußballer gewählt – zum inzwischen vierten Mal. Der 31-Jährige gewann in diesem Jahr die beiden wichtigsten internationalen Auszeichnungen: mit Real Madrid die Champions League und mit der portugiesischen Nationalmannschaft den EM-Titel.