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Football Leaks Untersuchung gegen Infantino-Bekannten eingeleitet

Nach den Enthüllungen der sogenannten Football Leaks wird die Schweizer Staatsanwaltschaft aktiv. Die Staatsanwaltschaft des Wallis untersucht Vorwürfe gegen einen Oberstaatsanwalt der Region Oberwallis. Der Bekannte von FIFA-Präsident Gianni Infantino soll unlauterer gehandelt haben.

Von Dietrich Karl Mäurer | 07.11.2018

FIFA-Präsident Gianni Infantino auf einer Pressekonferenz vor der Auslosung der Gruppen für den Confederations Cup 2017.
FIFA-Präsident Gianni Infantino steht nach Veröffentlichung der Football-Leaks-Dokumente im Kreuzfeuer der Kritik. (dpa / Christian Charisius)
Hat der Oberwalliser Staatsanwalt Rinaldo Arnold von FIFA-Präsident Gianni Infantino Geschenke angenommen? Wurde er von diesem exklusiv eingeladen, u.a. zur Fußball-WM in Russland? Und half Arnold im Gegenzug dem FIFA-Boss bei juristischen Problemen?
Die Walliser Staatsanwaltschaft will die in den Football-Leaks veröffentlichten Vorwürfe abklären. Extra zu diesem Zweck wurde ein außerordentlicher Staatsanwalt ernannt. Der soll den Sachverhalt feststellen und eine eventuelle strafrechtliche Relevanz abklären. Die Staatsanwaltschaft verwies darauf, dass für Rinaldo Arnold die Unschuldsvermutung gelte. Er übe weiterhin seine dienstlichen Funktionen aus.
Arnold selbst bestritt die Vorwürfe: er pflege rein privaten Kontakt zu Gianni Infantino. Dieser sei ein Freund. Die Freundschaft habe nichts mit seiner beruflichen Tätigkeit zu tun. Gianni Infantino wurde im Wallis geboren. Er steht seit Februar 2016 an der Spitze des Weltfußballverbandes FIFA.
Nach der Veröffentlichung der so genannten Football-Leaks-Dokumente steht er im Kreuzfeuer der Kritik. Die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Dokumente sprechen von geheimen Hinterzimmer-Deals.