
Die Regierung könne jeder Person, die kein Staatsbürger ist und deren Anwesenheit dem öffentlichen Wohl nicht zuträglich wäre, die Einreise verbieten, schrieb die Aktivistengruppe Campaign Against Antisemitism auf der Plattform X. Bei West sei das ein "eindeutiger Fall". Die Labour-Abgeordnete Rachael Maskell, die für den Wahlkreis York Central im Parlament sitzt, sagte der BBC: "Wir können nicht zulassen, dass solche Künstler eine Plattform bekommen." West solle wegen seiner antisemitischen Äußerungen nicht in das Vereinigte Königreich einreisen dürfen.
Sponsor zieht zurück
Ihr Parteikollege, Premierminister Starmer, hatte die Planung als "zutiefst besorgniserregend" bezeichnet und an Wests rassistische und antisemitische Äußerungen erinnert. Er nannte Großbritannien einen Ort, an dem sich jüdische Menschen sicher fühlen sollten. Dafür trage jeder die Verantwortung. Der Sender "Sky News" berichtete, dass die Getränkemarke Pepsi bereits ihr Sponsoring des Festivals zurückgezogen habe.
West, der mittlerweile unter dem Namen Ye auftritt, ist immer wieder unter anderem durch die Verherrlichung des Nationalsozialismus aufgefallen. So hatte er im vergangenen Jahr ein Lied mit dem Titel "Heil Hitler" veröffentlicht. Anfang des Jahres bat er dann im "Wall Street Journal" um Entschuldigung. Er sei weder ein Nazi, noch ein Antisemit, schrieb West. Sein Verhalten führte er auf eine bipolare Störung zurück.
Das Wireless Festival findet vom 10. bis 12. Juli statt. Noch steht Ye auf dem Programm des Festivals.
Diese Nachricht wurde am 06.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
