
Außenminister Wadephul sagte nach Angaben seines Sprechers in einem Telefonat mit seinem israelischen Kollegen Saar, Israel solle sich auf die notwendige Selbstverteidigung gegen die Hisbollah beschränken und nicht darüber hinausgehen. Ziel müsse es sein, in den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln. Auch Frankreichs Präsident Macron forderte eine Feuerpause im Libanon.
Israel hatte zuvor erklärt, die Waffenruhe mit dem Iran gelte nicht für den Konflikt mit der Hisbollah. Das Militär setzt Bodeneinsätze im Südlibanon fort und hat weitere Luftschläge auf Ziele in der Hauptstadt Beirut angekündigt.
In der Nacht hatte Pakistans Premier Sharif eine vierzehntägige Feuerpause zwischen den Israel, USA und Iran verkündet. Sharif auch den Beginn von Gesprächen in Islamabad am Freitag. Die USA werden dabei von Vizepräsident Vance und Außenminister Rubio sowie dem Sondergesandten Witkoff vertreten, wie Präsident Trump erklärte. Die Mitglieder der iranischen Delegation sind noch nicht bekannt.
Der Politikwissenschaftler Jäger von der Universität Köln warnte vor überzogenen Erwartungen. Jäger sagte im Deutschlandfunk, die Forderungen der USA und des Irans lägen in vielen Punkten weit auseinander. Teheran habe seine Verhandlungsposition durch die Blockade der Straße von Hormus verbessern können.
Diese Nachricht wurde am 08.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
