
Die Plattformen seien im Moment "privatisierte Öffentlichkeiten", die in der Hand von wenigen Personen lägen, sagte der Chefredakteur von "Netzpolitik.org" dem Bayerischen Rundfunk. "Ich glaube, wir müssen dahin kommen, dass wir öffentlich-rechtliche, dass wir gemeinwohlorientierte Infrastrukturen nutzen können, die nicht in der Hand einzelner Personen sind." Soziale Medien in ihrer jetzigen Form seien eine "Gefahr für die Demokratie", denn sie arbeiteten sehr intransparent, führte Beckedahl mit Blick auf WhatsApp, Facebook, Instagram oder X aus.
Führende Grünen-Politiker hatten sich ebenfalls für öffentlich-rechtliche Alternativen zu den kommerziellen Netzwerken ausgesprochen. Die neuen Angebote sollten aus dem Rundfunkbeitrag finanziert werden, ohne dass dieser erhöht werde, hieß es. Es gäbe dann eine vierte Säule neben ARD, ZDF und Deutschlandradio. Die Forderung soll im Wahlprogramm verankert werden. Darüber entscheiden die Grünen auf einem Parteitag am an diesem Wochenende.
Diese Nachricht wurde am 23.01.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.