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Formel 1
Mick Schumacher nimmt erste Tests gelassen

Wenige Tage nach seinen ersten Testfahrten in einem Formel-1-Auto gibt sich Mick Schumacher gelassen. Der Sohn von Michael Schumacher fährt in dieser Saison in der Formel 2. Bei Testfahrten durfte er aber sogar im Ferrari sitzen.

Von Christian Schulze | 05.04.2019

Mick Schumacher, Rennfahrer und Sohn von Michael Schumacher
Entspannt: Mick Schumacher beim Test in Bahrain (imago/Laci Perenyi)
Hohe Geschwindigkeiten begleiten Mick Schumacher nun mal von Geburt an. Und da können selbst so rasante, ereignisreiche Tage wie in der vergangenen Woche den 20-Jährigen irgendwie nicht wirklich aus der Ruhe bringen.
Mick Schumacher sagt: "Nee, also ich freue mich, wenn es jetzt weitergeht. Wir haben jetzt doch noch eine recht große Pause bis zum Rennen in Baku. Aber ich freue mich jetzt schon."
"Ein Kindheitstraum"
Ganz Profi geht der Blick schon wieder voraus in Richtung nächstes Rennen. Um Mick Schumacher nach dem Debüt in der Formel 2 und den ersten Testfahrten in der Formel 1 ein paar Emotionen zu entlocken, muss man schon ein wenig bohren – dann kommen sie aber immerhin kurz zum Vorschein.
"War ein Kindheitstraum, schon immer. Dass der jetzt in Erfüllung gegangen ist und das so schnell, war sehr speziell, sehr schön. Aber der Fokus liegt komplett auf der Formel 2 und darauf freue ich mich jetzt auch", sagt Mick Schumacher.
Völlig abgeklärt, cool und fokussiert wirkt Mick Schumacher nur wenige Tage nach der viel beachteten Premiere in der höchsten Motorsport-Klasse. Die ersten Test-Runden fuhr er dabei auch noch im Ferrari: Jenem Rennstall, mit dem Vater Michael fünf seiner sieben WM-Titel feiern konnte. Klar, dass da Fragen nach den großen Fußstapfen des Vaters nicht ausbleiben.
Mick Schumacher sieht das so: "Natürlich versucht man in gewissen Punkten seinen eigenen Weg zu gehen, aber ich habe ihn als Vorbild. Und ich will natürlich die Punkte nehmen und versuchen, auch mein Bestes daraus zu machen."
Medienschule des Elternhauses
Sie sind zweifelsfrei groß, die Fußstapfen von Papa Michael, aber sie geben eben auch den Weg für Mick Schumacher vor. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Aufstieg in der Formel 1 endgültig gelingt. Und den Wunsch, diesen Schritt zu gehen, haben die Testfahrten nur noch einmal verstärkt.
Mick Schumacher sagt: "Es ist eine Liebe einfach. Eine Liebe zum Sport, eine Liebe zu dieser Geschwindigkeit, zu diesem Gefühl. Es ist schon sehr schwierig, das zu erklären, aber Liebe trifft es am Besten."
Und dieser Liebe geht Mick Schumacher komplett abgeklärt und fokussiert nach: Begleitet wird er dabei von der langjährigen Managerin seines Vaters und das zeigt Wirkung – zumindest in punkto Medienarbeit füllt Mick die Fußstapfen von Vater Michael Schumacher bereits jetzt aus.