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StartseiteSport am Wochenende"Beim Einstieg hat man uns belächelt"30.07.2017

Formel E"Beim Einstieg hat man uns belächelt"

Der angekündigte Wechsel von Porsche und Mercedes in die Formel E hat die deutsche Motorsportszene überrascht. Hans-Jürgen Abt ist ein Mann der ersten Stunde der Rennserie mit Elektromotor. In den Metropolen zu fahren, sei schon einmalig, sagte er im Deutschlandfunk. Aber das gehe nur mit Elektromobilität.

Hans-Jürgen Abt im Gespräch mit Marina Schweizer

Formula E Championship auf dem Flughafen Tempelhof in Berlin. (imago )
Die Formel E wird für die Hersteller immer attraktiver. (imago )
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"Man hat uns beim Einstieg schon ziemlich belächelt und gesagt, das ist doch kein Motorsport. Heute haben wir vier deutsche Hersteller, die aktiv in der Zukunft mitmachen", sagte der Teamchef des Abt-Audi-Rennstalls im Deutschlandfunk. Seit dem Start vor drei Jahren ist der 54-Jährige in der Formel E aktiv. 

Hans-Jürgen Abt, Teamchef der ABT-Sportsline. (imago sportfotodienst)Hans-Jürgen Abt, Teamchef der ABT-Sportsline. (imago sportfotodienst)

Inzwischen erkennen auch die großen Hersteller das Potenzial der Formel E. Mercedes will ab 2019 in der Formel E mitmischen. Und auch Rekordsieger Porsche verabschiedet sich aus dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans und steigt stattdessen 2019 mit einem Werksteam in die Formel E ein. Worum sich die Formel 1 jahrelang erfolglos bemüht hat, ist jüngst der Formel E gelungen: Auf einem Stadtkurs in New York zu fahren. Eine Genehmigung für ein Rennen ohne Abgase, ohne Gestank und Lärm ist leichter zu bekommen. "In den Metropolen zu fahren, ist schon einmalig", sagt Abt, "aber das geht nur mit Elektromobilität." 

Mercedes-Fahrer Gary Paffett beim DTM-Lauf auf dem Norisring am 24.07.2017. (imago sportfotodienst)Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehört: ein Mercedes-Wagen bei einem DTM-Rennen. (imago sportfotodienst)

Elektromobilität den Verbrauchern näher bringen

Abt begrüßte den Einstieg von Herstellern wie Porsche und Mercedes. Das werde eine große Herausforderung, aber "wir müssen uns nicht verstecken." Der Allgäuer Rennstall ist seit Jahren als Werksteam von Audi im Einsatz. Jeder habe die Verantwortung die Elektromobilität den Verbrauchern näher zu bringen, sagte er.  

Es bedürfe allerdings Konzepten, dass die Formate, wie die DTM oder die Langstrecken-WM, auch in der Zukunft bestehen könnten. Es könne nicht alles auf die Formel E gesetzt werden. 

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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