Untersuchung in London
Forschende finden tausende Pilzarten in der Raumluft

In der Raumluft von Wohnungen finden sich deutlich mehr Pilzarten als bisher vermutet. Forschende des Imperial College London haben über zwei Jahre lang die Raumluft in mehr als 100 Haushalten in London untersucht. Sie fanden darin Reste von über 2.000 verschiedenen Pilzarten.

    Eine Frau öffnet ein Fenster
    Lüften hilft nur bedingt gegen Pilz-Aerosole in der Raumluft. (Imago / Sonja Jordan)
    Dabei zeigte sich, dass Wohnungen regelrechte Pilz-Ökosysteme entwickelten, die sich im Laufe der Jahreszeiten veränderten. Bestimmte Pilzgruppen, die mit Asthma und Atemwegserkrankungen in Verbindung gebracht werden, waren fast durchgehend vertreten.
    Besorgniserregend ist laut den Forschenden, dass die Bedrohung oft nicht sichtbar ist. So konnten sie auch in Wohnungen ohne sichtbaren Pilz- oder Schimmelbefall gefährlich hohe Pilz-Aerosol-Werte nachweisen. Sie empfehlen, Wohnungen regelmäßig auf Pilz-Aerosole zu testen, um Erkrankungen zu verhindern.
    Diese Nachricht wurde am 06.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.