Deutschlandfunk-Recherche
Forscher beklagen Einschränkungen ihrer Arbeit durch Digital-Konzerne

Social-Media-Forscher beklagen anhaltende Einschränkungen ihrer Arbeit durch große Internetkonzerne.

    Oberfläche eines Smartphones auf dem mehrere Social-Media-Apps installiert sind.
    Forscher fordern, dass die Digitalkonzerne Daten besser zu wissenschaftlichen Zwecken zur Verfügung stellen. (Imago / Silas Stein)
    Rund 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehreren Ländern haben dem Deutschlandfunk berichtet, dass Plattformen wie X und Meta nach wie vor den Zugang zu Nutzungsdaten erschweren. Zwar habe die Forschung durch das EU-Gesetz über digitale Dienste, DSA, einen Anspruch auf Informationen, zum Beispiel um gesundheitliche Folgen oder Wahlbeeinflussung durch soziale Medien zu untersuchen. In der Praxis gebe es aber viele Hürden: Die Antragsverfahren seien kompliziert, die Wartezeiten lang und die gelieferten Daten teils unvollständig.
    Phänomene wie Hassrede und Desinformationen könnten so nicht ausreichend erforscht werden. Der Politik fehle dadurch oft die nötige Faktenbasis, beklagen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie fordern deshalb eine strengere Durchsetzung des DSA und den Zugang zu weiteren Plattformdaten. Die Konzerne erklärten ihrerseits, dass sie bereits mit der Forschung kooperierten.
    Diese Nachricht wurde am 01.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.