Siri, Alexa & Co.
Forscher: Beschimpfungen von KI-Assistenten weit verbreitet

KI-Assistenten wie Siri oder Alexa verändern nach Einschätzung des Wirtschaftsinformatikers Alfred Benedikt Brendel menschliches Verhalten.

    Der Lautsprecher eines Sprachassistenten steht in einem gepflegten Wohnzimmer, in dessen Hintergrund unter anderem ein Sofa, ein TV-Möbel und LED-Leuchten zu sehen sind.
    Einen virtuellen Sprachassistenten gibt es inzwischen in vielen Haushalten. (IMAGO / Dreamstime)
    Das zeigt sich laut dem Professor an der Indiana University in den USA unter anderem daran, dass Nutzer solche Systeme immer wieder im Alltag beschimpfen. Wenn die KI etwa einen Fehler mache, würden einige wütend, sagte er dem Deutschlandfunk. Paradoxerweise wollten sie dem Assistenten dann gewissermaßen wehtun, als wäre er ein Mensch, hielten sich aber weniger zurück, weil er eben keiner sei. Hier zeige sich, dass KI-Assistenten zu neuem Verhalten führten. Sie passten nicht in die bekannten Kategorien "Mensch" und "Maschine". Sie seien irgendwie beides. Entsprechend würden KI-Assistenten beschimpft, auch wenn das keinen Sinn ergebe. Insgesamt handele es sich um ein verbreitetes Phänomen, führte Brendel unter Verweis auf vorhandene Daten aus. Generell werde noch sehr wenig zu diesem Thema geforscht. Es gebe aber gezielte Projekte dazu, unter anderem von ihm.
    Experten beobachteten darüber hinaus, wie Beschäftige etwa von Logistikzentren die Arbeit von Robotern gezielt sabotieren, indem sie den Maschinen mit Gegenständen den Weg versperrten. Sie sprechen hier von "Robomobbing".
    Diese Nachricht wurde am 17.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.