
Das Team rund um Wissenschaftler der englischen Universität Oxford berichtet im Fachblatt "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" von der Entdeckung. Die zwei Planeten des 1.100 Lichtjahre entfernten Sterns TOI-791 seien so groß wie Jupiter, besäßen aber nur etwa ein Dreißigstel seiner Masse. Die Wissenschaftler hoffen nun, mit genaueren Beobachtungen etwas über die Entstehung und Entwicklung dieser rätselhaften Objekte zu erfahren.
Nur eine Handvoll solcher "super-fluffiger Planeten"
Die Mitautorin Georgina Dransfield erläutert, bislang kenne man nur eine Handvoll von solchen "super-fluffigen Planeten". Gleich zwei solcher Planeten in einem System zu finden, sei eine noch größere Seltenheit. Ihre extrem geringe Dichte mache sie zu faszinierenden Prüfsteinen für unser Verständnis der Entstehung und Entwicklung von Planetensystemen.
Hobbyforscher hatten 2019 und 2023 die beiden Planeten von TOI-791 in den Archivdaten des Weltraumteleskops TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite) aufgespürt. Aus der Stärke der Abschwächung des Sternenlichts können Forscher auf die Größe der Planeten schließen. Über mehrere Jahre hinweg verfolgten Dransfield und ihre Kollegen nach der Entdeckung die Transits der Planeten und konnten schließlich deren Masse berechnen.
Mittlere Dichte von etwa 0,04 Gramm pro Kubikzentimeter
Die Daten ergaben eine mittlere Dichte von etwa 0,04 Gramm pro Kubikzentimeter - sogar noch etwas geringer als der typische Wert von 0,05 für Zuckerwatte. Zum Vergleich: Die mittlere Dichte der Erde liegt bei 5,5, die von Jupiter bei 1,3 Gramm pro Kubikzentimeter.
Die Wissenschaftler gehen allerdings nicht davon aus, dass die Planeten tatsächlich eine fluffige Konsistenz wie Zuckerwatte besitzen, sondern dass es sich um eine ausgedehnte Hülle aus Gas oder Staub handelt. Mit dem Weltraumteleskop James Webb will das Team nun die beiden Planeten genauer unter die Lupe nehmen.
Diese Nachricht wurde am 27.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
