Ostsee
Forscher finden zufällig die Wracks zweier historischer Schiffe

Bei einem Routine-Tauchgang in der Ostsee hat ein Forscherteam zufällig die Überreste von zwei vor über 300 Jahren gesunkenen Schiffen entdeckt. Die beiden schwedischen Kriegsschiffe wurden damals offenbar von Eisschollen zerdrückt.

    Das Logo des Wrackmuseums Vrak
    Ein internationales Tauchteam hat in der vergangenen Woche unter Federführung des Wrackmuseums Vrak in Stockholm eines der bedeutendsten Unterwasserdenkmale vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns untersucht. (picture alliance / Alexander Farnsworth / Alexander Farnsworth)
    Die Fundstelle befindet sich zwischen Rüden und Usedom. Ein internationales Forscherteam unter der Federführung des Wrackmuseums Vrak in Stockholm wollte dort eigentlich die Reste von anderen, bekannten Schiffwracks begutachten. Diese wurden vor ebenfalls gut 300 Jahren absichtlich dort versenkt.
    Dabei fanden die Forscherinnen und Forscher dann die Überreste der im Jahr 1714 zerdrückten Kriegsschiffe. Laut dem Mecklenburger Landesamt für Kultur und Denkmalpflege liegen die Überreste auf dem Meeresgrund verteilt über eine Länge von etwa 200 Metern. Masten, Ruder und Segel seien gut erhalten. Weil keine menschlichen Knochen gefunden wurden, konnten sich die Besatzungen vermutlich retten.
    Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.