
Denn in den vergangenen Jahren wurde der Einsatz von Schmerzmitteln wie Aspirin oder Ibuprofen zur Senkung des Darmkrebsrisikos diskutiert oder sogar empfohlen - wegen der entzündungshemmenden Wirkung der Mittel. Die Ergebnisse liefern aber keine ausreichenden Belege für einen positiven Effekt.
Um den Nutzen und die Risiken von Aspirin zu verstehen, werteten die Forscherinnen und Forscher Daten von insgesamt rund 125.000 Menschen mit einem durchschnittlichen Krebsrisiko aus, die aus zehn klinischen Studien hauptsächlich aus Europa und Nordamerika stammen. In sieben der Studien wurde eine tägliche Einnahme von Aspirin in niedriger Dosis (75 bis 100 Milligramm pro Tag) betrachtet, in dreien höhere Dosierungen. Entsprechende Studien, in denen Probanden andere vergleichbare Schmerzmittel einnahmen, fand die Gruppe nicht, weshalb sie nur Aussagen über Aspirin trifft.
Die Forscher analysierten, wie häufig bei Teilnehmenden, die täglich Aspirin einnahmen, Darmkrebs auftrat und verglichen dies mit dem Anteil der Betroffenen in Kontrollgruppen, die kein Aspirin oder ein Placebo einnahmen. Die Auswertung des Teams zeigte den Angaben zufolge deutlich, dass das regelmäßige Einnehmen von Aspirin unter anderem das Risiko für Blutungen in oder um das Gehirn und das Schlaganfallrisiko erhöht. Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen sind demnach besonders gefährdet.
Statt auf Schmerzmittel zu setzen, empfehlen Fachleute neben Früherkennung gesund zu leben. Risikofaktoren für Darmkrebs sind zum Beispiel Übergewicht, Rauchen und Alkoholkonsum.
Diese Nachricht wurde am 27.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
