
Wenn es Verluste bei der Biodiversität gebe, komme es zu entsprechenden Veränderungen im System und damit zu einer geringeren Resilienz gegen den Klimawandel, erklärte er. Umgekehrt sei der Klimawandel natürlich ein wichtiger Faktor dafür, dass Lebensräume für bestimmte Arten als nicht mehr geeignet erschienen. Dabei könne es sich um eine Vernichtung von Lebensräumen handeln, wie etwa am Amazonas, oder um den Wegfall von Bedingungen, die bestimmte Arten brauchten.
Durch bestimmte Maßnahmen zugunsten der Biodiversität und der Erhöhung der Vielfalt ließen sich die Systeme allerdings so aufrechterhalten oder verbessern, dass verstärkt klimaschädlicher Kohlenstoff gespeichert werden könne, führte Settele aus.
Die Gründe für den Verlust der Artenvielfalt
Zu den Gründen für den Verlust von Biodiversität und Artenvielfalt sagte der Wissenschaftler, laut einer Prioritätenliste, die man vor einigen Jahren aufgestellt habe, stünden die Veränderungen der Land- und Meeresnutzung an erster Stelle. Als weitere Ursachen nannte er die "direkte Entnahme" für den Handel, darunter Fischerei oder die Ausbeutung von Tropenhölzern, sowie den Klimawandel und die Umweltverschmutzung, etwa durch Plastikmüll.
In der usbekischen Stadt Samarkand tagt bis Ende nächster Woche die UNO-Artenschutzkonferenz. Bei dem Treffen beraten Vertreter von 185 Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens über Regeln für den Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten.
Diese Nachricht wurde am 30.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
