
Bär sagte im Interview der Woche des Deutschlandfunks, es sei an der Zeit, dass auch im höchsten Staatsamt eine Frau Verantwortung übernehme. Aigner sei eine geeignete Kandidatin. Aufgrund ihrer politischen Erfahrung und ihrer verbindenden Art werde ihr eine hohe Wertschätzung zuteil, betonte Bär.
Zuvor hatte CSU-Chef Söder Aigner als mögliche Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin genannt. "Wenn sie möchte, hat sie meine volle Sympathie und Unterstützung", sagte er dem "Münchner Merkur". Söder ergänzte, die Union werde nach dem Sommer gemeinsam einen Vorschlag machen.
Früherer Arbeitsminister Heil lobt Aigner
Aus den Reihen der SPD gibt es ebenfalls Zuspruch. Bundesfinanzminister Klingbeil sagte in Berlin, er wolle über Namen nicht spekulieren, aber er schätze Aigner sehr. Er halte Aigner für eine Brückenbauerin und sei außerdem der Meinung, dass es an der Zeit sei, dass eine Frau ins Schloss Bellevue einziehe. Der frühere Arbeitsminister Heil sagte dem Berliner "Tagesspiegel", Aigner sei eine kluge und verantwortungsbewusste Demokratin und eine geeignete Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin.
Bundeskanzler Merz äußerte sich nur vage und erklärte, er habe vor, sich mit den Parteivorsitzenden der SPD und der CSU dazu im Herbst zu verständigen. Und bis dahin nehme er Vorschläge mit Interesse zur Kenntnis.
Die Bundesversammlung wählt Anfang 2027 ein neues Staatsoberhaupt. Zuletzt hatte es parteiübergreifend Forderungen gegeben, erstmals eine Frau in das Amt zu wählen. Als Kandidatinnen werden neben Aigner unter anderem auch Bundesbildungsministerin Prien und Bundestagspräsidentin Klöckner (beide CDU) gehandelt.
Weiterführende Informationen
Das ganze Interview der Woche mit Dorothee Bär können Sie hier nochmal nachlesen oder am Sonntag ab 11:05 Uhr im Deutschlandfunk hören.
Ilse Aigner for President? (Audio)
Diese Nachricht wurde am 25.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
