Antarktis-Mission
Forschungsschiff "Polarstern" zurück in Bremerhaven

Nach einer 183-Tage-Expedition ist das Forschungsschiff "Polarstern" aus der Antarktis zurück. Es legte wieder in seinem Heimathafen Bremerhaven an. Die Forscher hatten unter anderem den Rückgang des Meereises untersucht.

    Im Vordergrund ein Wissenschaftler auf einem Schneemobil auf einer Eisscholle , im Hintergrund der Forschungseisbrecher Polarstern. Aufgenommen im Weddellmeer, Antarktis.
    Der deutsche Forschungseisbrecher Polarstern und Wissenschaftler auf einem Schneemobil, aufgenommen im Weddellmeer, Antarktis. (Imago / Science Photo Library )
    Der wissenschaftliche Direktor des Alfred-Wegener-Instituts (AWI), der Gletscher-Experte Hajo Eicken, betonte: "Die Polarstern bringt seit 40 Jahren immer wieder neue Erkenntnisse ans Licht, die uns helfen, die prägende Rolle der Polargebiete im Erdsystem zu verstehen." So habe sich das Verständnis der Antarktis erheblich gewandelt.
    Während rund um den Nordpol der Rückgang des Meereises seit Jahrzehnten dokumentiert sei, habe die Antarktis lange Zeit als stabil gegolten. Seit 2017 gehe jedoch die sommerliche Ausdehnung des Meereises auch im Süden stark zurück.
    Zudem untersuchte ein internationales Forschungsteam, wie sich die Artenvielfalt und die Funktionen des Ökosystems im östlichen Weddellmeer verändern. Das Weddellmeer, ein Randmeer der Antarktis, gilt als eines der letzten weitgehend unberührten Meeresgebiete der Erde. Auf der Reise entdeckte die Crew dort eine bisher nicht kartografierte Insel.
    Die "Polarstern" lief 1982 vom Stapel. Seither hat das Schiff laut AWI in mehr als 150 Expeditionen fast zwei Millionen Seemeilen zurückgelegt. 2030 soll der Nachfolger, die "Polarstern II", in Dienst gestellt werden.
    Diese Nachricht wurde am 16.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.