Neurodegenerative Erkrankungen
Forschungszentrum plant DNA-Datenbank für ALS und Alzheimer

Für schwere neurodegenerative Erkrankungen wie ALS, Alzheimer, Parkinson und Huntington gibt es bis jetzt keine Heilung. Um die Erkrankungen genauer zu erforschen, will das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in den nächsten zwei Jahren ein große Genom-Datenbank aufbauen.

    Die Silhouette eines ältereren Mannes im Gegenlichtz auf einer Terrasse.
    Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer sind noch immer wenig erforscht (EyeEm / Levani Kalmaxelidze)
    Darin sollen Erbinformationen von mindestens 25.000 Menschen erfasst werden - einer der größten Datensätze in diesem Bereich. Dafür sollen bereits bestehende Datensätze in einer großen Datenbank zusammengeführt werden. Das Ganze soll sechs Millionen Euro kosten.
    Neurodegenerativen Erkrankungen enstehen oft durch fehlerhafte Wiederholungen in der DNA. Mittlerweile ist die Technologie so weit, dass auch sehr lange Abschnitte der DNA in einem einzigen Durchgang ausgelesen werden können. Das hilft vor allem bei der Diagnose und Erforschung von Krankheiten, bei denen komplexe Veränderungen in der DNA passieren.
    Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen ist eine von insgesamt acht Einrichtungen, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Bekämpfung verschiedener Krankheiten gegründet wurden.
    Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.